Coface: Unternehmen in Mittel- und Osteuropa verzeichnen geringe Umsatzeinbrüche

Die Corona-Pandemie ist an den Unternehmen Mittel- und Osteuropas nicht ohne Spuren vorbeigegangen, das zeigt die aktuelle CEE Top 500 Studie von Coface. Untersucht wurden die Umsätze der 500 umsatzstärksten Unternehmen. Mit 667 Milliarden Euro vermeldeten die 500 umsatzstärksten Unternehmen Mittel- und Osteuropas 2020 einen Rückgang von 3,3 Prozent.

Während in Westeuropa das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 7,1 Prozent sank, waren es in Mittel- und Osteuropa lediglich 4 Prozent. Der geringe Umsatzrückgang ist für die österreichischen Unternehmen eine wichtige Botschaft: „Die österreichische Wirtschaft profitiert von ihren Geschäftsbeziehungen zu Mittel- und Osteuropa. Hier war die Rezession im Corona-Jahr 2020 nicht so stark wie in Westeuropa“, beschreibt Dagmar Koch, Coface Country Managerin, die Auswirkungen für die österreichische Wirtschaft.

Wie sehr sich die Aktivitäten österreichischer Unternehmen in Mittel- und Osteuropa lohnen zeigt auch eine weitere Zahl: „Obwohl Österreich nicht direkt im Ranking vertreten ist, sind 24 der 500 größten Unternehmen Mittel- und Osteuropas Tochtergesellschaften österreichischer Unternehmen. Das bestätigt die intensive Zusammenarbeit zwischen beiden und die österreichische Expansion in die attraktive CEE-Region“ ordnet Koch die Ergebnisse des Rankings ein.

Polen auf dem ersten Platz

Besonders stark schneiden erneut polnische Unternehmen ab. Ein Drittel (32,2 Prozent) der im Ranking untersuchten Unternehmen sind aus Polen und generierten 2020 einen durchschnittlichen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. PKN Orlen ist das umsatzstärkste Unternehmen in Mittel- und Osteuropa und verzeichnete einen Umsatzrückgang von 23 Prozent.

Mineralchemikalien-, Erdöl-, Kunststoff- und Pharmaziesektor bestimmen das Ranking

Bestimmt wird das Ranking der 500 umsatzstärksten Unternehmen Mittel- und Osteuropas 2020 erneut von drei Sektoren, deren Umsatz 54 Prozent aller Umsätze ausmacht. Mit 89 Unternehmen (17,8 Prozent aller Unternehmen) dominieren die Mineralchemikalien-, Erdöl-, Kunststoff- und Pharmaziesektoren das Ranking. Die Unternehmen kommen auf einen gemeinsamen Umsatz von 133,9 Milliarden Euro.

Auf dem zweiten Platz folgt der Automobil- und Transportsektor, mit 84 Unternehmen und einem Anteil von 16,8 Prozent. Trotz des zweiten Platzes verzeichnete der Sektor deutliche Rückgänge. So brach der Umsatz um 9,7 Prozent, der Gewinn sogar um 61,3 Prozent ein.

Den drittgrößten Anteil hat mit 14 Prozent und 70 vertretenen Unternehmen der Handel. Getragen wird das Wachstum in Mittel- und Osteuropa vom Konsum der privaten Haushalte, der sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 rasch erholt hat. Insgesamt stieg der Umsatz der größten Handelsunternehmen auf 102 Milliarden Euro (+9,6 Prozent; der höchste Anstieg unter allen Sektoren), während die Unternehmen auch höhere Nettogewinne verzeichnen konnten, wenn auch relativ bescheiden (+2,7 Prozent).

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Autor

Carina Reile

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